
Auch in diesem Jahr erwarten uns 2 Tage voller Diskussionen, mit Workshops, Gesprächen und natürlich viel Musik. Das ist Juttas Festival. Zum dritten Mal laden wir auf den Gutshof Neuendorf im Sande, bei Fürstenwalde in Brandenburg ein. Auftreten werden unter anderem Microphone Mafia, Davagariko, Ajvar, Deniz Mahir Kartal, The Strauss/Warschauer Duo and Zilyin Biret und Tayfun Gutstatt & – Shlomi Moto Wagner.
Das gesamte Programm ist gerade am Entstehen und demnächst hier nachzulesen.
Wenn Ihr/Du/Sie einen Workshop, einen Infostand, eine Kunstaktion oder etwas anderes anbieten möchtet/möchtest/möchten, dann schreibt uns bitte an: juttasfestival(at)geschichte-hat-zukunft.org
Wir leben in Zeiten, in denen antidemokratische Strömungen sich durchsetzen wollen. Zugleich gibt es etliche Initiativen in der Region, die sich für Toleranz und ein solidarisches Miteinander einsetzen. Genau für diese Menschen ist Juttas Festival gedacht.
In Workshops sprechen wir über Strategien gegen rechte Parolen, Umgang mit Verschwörungsmythen und Fake News, Politik im Lokalen, Widerstand gegen antidemokratische Strömungen im ländlichen Raum, Art und Funktion von Erinnerung und Erinnerungskultur heute und einiges mehr. In Lesungen geht es um jüdische Identitäten und Antisemitismus im Punk und um Esther Bejaranos Spuren und Vermächtnis. Am Freitag, Samstag und Sonntag wird es Führungen zur Geschichte des Gutshofes geben und wir als Verein Geschichte hat Zukunft – Neuendorf im Sande e.V. stellen auch unsere Arbeit vor.

Der Name des Festivals ist Jutta Baumwol gewidmet. Jutta kam 1941 als junges Mädchen zur Zwangsarbeit nach Neuendorf. Im April 1943 wurde sie zusammen mit den anderen verbliebenen „Neuendorfer“ Juden und Jüdinnen nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Prägend und beeindruckend ist ein Brief, den sie vor ihrem Tode an ihre Familie in Israel schicken konnte. „Bleibt stark, ich bin es auch“, steht dort geschrieben. Am Eingang des Gutshofes Neuendorf im Sande erinnert ein Denkmal an Juttas Schicksal und jedes Jahr am 4. Mai feiern wir ihren Geburtstag. Das Festival ist Juttas Mut und ihrer Geschichte gewidmet. Es steht für Verständigung, gegen Antisemitismus, Rassismus und jede Art von Hass und Ausgrenzung, in Brandenburg und überall.
Anfahrt: hier (Bitte checkt vorher aktuelle Informationen der Deutschen Bahn/Odeg – leider gibt es auf der Strecke des RE1 immer wieder Bauarbeiten und Ersatzverkehr)
Übernachtung im Zelt oder eigenem Bulli auf der Zeltwiese möglich, rustikale Duschen und Toiletten sind vorhanden.
Es gibt kulinarische Versorgung mit köstlichem, großenteils veganem Essen, die Bar ist eigentlich fast immer geöffnet, am Sonntagfrüh klingen wir mit einem leckeren Frühstück aus.
Wir verlangen keinen festen Eintritt, weil wir niemanden aus finanziellen Gründen ausschließen wollen, sind aber auf möglichst großzügige Spenden angewiesen! (Entweder beim Festival oder aufs Konto)
Ihr könnte auch ohne Anmeldung kommen, erleichtert uns aber mächtig die Planung, wenn ihr uns unter juttasfestival(at)geschichte-hat-zukunft.org kurz bescheid gebt.
Bringt eure Familie und eure Freund*innen mit, lasst uns zusammen ein großartiges, inspirierendes Wochenende verbringen!
Wir sehen uns!!
